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RMS Story #02

Zwei Frauen, ein Ziel: Elisa Susanto und Clara Meyer zu Altenschildesche haben im Februar 2022 am zweitägigen interkulturellen Training der Ruhr Master School teilgenommen, um ihre Kompetenzen für die Kommunikation und Arbeit in diversen Teams zu stärken. In dieser Story berichten beide von ihren Erfahrungen aus dem Workshop.

RMS: Frau Susanto, Frau Meyer zu Altenschildesche, würden Sie sich zunächst kurz vorstellen?

ES: Gerne! Ich bin Elisa Susanto und ich studiere Soziale Arbeit an der Fachhochschule Dortmund. Vorher habe ich bereits einen Bachelorabschluss im Bereich Hotel and Tourism in Jakarta in Indonesien erworben. Die Arbeit mit Menschen macht mir viel Spaß, daher jobbe ich nebenbei im Servicebereich eines großen Hotels in Dortmund.

CMA: Mein Name ist Clara Meyer zu Altenschildesche und ich wohne in Köln. An der Westfälischen Hochschule habe ich Journalismus und Public Relations studiert und anschließend auch mein Masterstudium in Kommunikationsmanagement dort absolviert. Seit Anfang 2022 bin ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der WH beschäftigt – im Forschungsprojekt „Westfälische Erfinderinnen“. Das Projekt ist am Institut für Journalismus und Public Relations angesiedelt und meine Aufgaben liegen insbesondere im Bereich Kommunikationsforschung und -management.

RMS: Sie haben ganz unterschiedliche Werdegänge und Arbeitsalltage, trotzdem war für Sie beide das interkulturelle Training der RMS interessant. Warum?

ES: Für mich ist es die Neugier auf Begegnungen: Sowohl im Tourismusbereich als auch in der Sozialen Arbeit kommt man mit vielen Menschen zusammen. Da treffen ganz verschiedene Kulturen und Nationalitäten aufeinander, unterschiedlichste Persönlichkeiten, Hintergründe und Situationen. Daher interessiert es mich sehr, wie man diese Begegnungen wertschätzend und auf Augenhöhe gestalten kann.

CMA: Bei mir ist es ähnlich. Ich bin davon überzeugt, dass es grundsätzlich wichtig ist, sich für interkulturelle Unterschiede zu sensibilisieren, um andere besser verstehen und ihre Handlungen besser nachvollziehen zu können. Darüber hinaus interessierten mich auch die Strategien und Konzepte, um in diversen Teams erfolgreich zusammenarbeiten zu können. Durch Diversität kann man sicherlich mehr voneinander lernen und die verschiedenen Potentiale gemeinsam heben.

Man darf nicht davon ausgehen, dass man selbst 'normal' ist – oder dass Unbekanntes 'nicht normal' ist!

RMS: Können Sie uns beschreiben, in welchen konkreten Situationen in Ihrem Studien- oder Arbeitsalltag die neu gewonnenen interkulturellen Kompetenzen für Sie hilfreich sind?

CMA: Unser Projekt erforscht unter anderem die Rolle erfindungsreicher Frauen als Impulsgeberinnen für Innovationen. Daher tausche ich mich zum einen mit vielen verschiedenen Frauen aus: über ihre Hintergründe und Werdegänge, über ihre Hindernisse und Erfahrungen, auch über ihre ganz persönlichen Geschichten. Dieser Austausch dient unter anderem als Basis für unsere Projektkommunikation, mit der wir andere Frauen ermutigen möchten, ähnlich innovative Wege einzuschlagen. Eine andere Situation ist die Vernetzung mit internationalen Forscher:innen, die an ähnlichen Themen arbeiten. Auch dort ist immer wieder interkulturelle Kompetenz gefragt.

ES: Mir hilft das Training dabei, mich im Umgang mit unterschiedlichen Menschen auf die verschiedenen Zusammenhänge einstellen zu können. Im Studium ist zum Beispiel oft Teamarbeit gefragt, die findet meist auch ganz unkompliziert und mit einem gemeinsamen Ziel statt. Im Hotel hingegen bin ich in der Rolle der Dienstleisterin: unsere Gäste haben unterschiedliche Anliegen, die ich verstehen und lösen möchte. In der Sozialen Arbeit skaliert sich das noch einmal: dort treffe ich auch auf Menschen mit Migrations- oder Flüchtlingshintergrund. Deren Situationen sind viel sensibler und natürlich auch existenzieller als die meiner Hotelgäste oder Kommiliton:innen, da ist also viel mehr Verständnis und Empathie gefragt.

RMS: Gibt es etwas, das Ihnen am Training besonders gut gefallen hat?

CMA: Die Atmosphäre war sehr vertrauensvoll! So war ein ganz persönlicher Austausch möglich und alle konnten offen darüber reden, welche Erfahrungen sie bisher gemacht haben. Die Trainerinnen waren super freundlich und durch die interaktive Gestaltung des Trainings hat es sehr viel Spaß gemacht!

ES: Das kann ich komplett unterschreiben. Die Inhalte fand ich auch informativ und toll aufbereitet. Obwohl das Training coronabedingt online stattfinden musste, sind die Trainerinnen ohne PowerPoint ausgekommen – das fand ich bemerkenswert. In Präsenz wäre es vermutlich noch besser gewesen, aber auch so war es wirklich spannend und interaktiv.

 

RMS: Wie sind Sie auf die RMS und das interkulturelle Training aufmerksam geworden?

ES: Durch die Info-Mail, die an die Studierenden der Hochschule verschickt wurde. Das war auch das erste RMS-Angebot, an dem ich bisher teilgenommen habe.

CMA: In meinem Fall war es eine Empfehlung durch die Wissenschaftliche Leiterin unseres Forschungsprojektes, Prof. Dr. Kerstin Ettl. Auch für mich war es der erste Kontakt zur RMS – leider, ehrlich gesagt. Im Nachhinein hätte ich die RMS gerne schon während meines Studiums kennengelernt und von den Angeboten profitiert.

RMS: Haben Sie eine Empfehlung für andere Masterstudierende oder Arbeitskolleg:innen, die internationale Ambitionen haben oder in diversen Umfeldern arbeiten?

CMA: Immer offen kommunizieren, Diversität anerkennen und Verständnis zeigen. Und vor allem den eigenen kulturellen Hintergrund auch mal reflektieren und nicht davon ausgehen, dass man selbst „normal“ ist – oder dass Unbekanntes „nicht normal“ ist!

ES: Das ist genau auf den Punkt, es wäre so viel einfacher wann alle niemals Vorurteile hätten… Viel Reisen und viel Lesen hilft vielleicht dabei.

 

RMS: Wenn Sie die RMS zu guter Letzt in drei Worten beschreiben müssten, wie würden die lauten?

CMA: Praxisnah, spannend, facettenreich.

ES: Sympathisch, abwechslungsreich, empfehlenswert.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

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